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Wie sich Heilung zeigt: Irgendwie ist etwas anders.

Wenn wir uns uns selbst zuwenden, wenn wir uns erlauben, in die Heilung zu gehen, wachen wir nicht morgens auf und sind plötzlich ein anderer Mensch. Für mich sind es Kleinigkeiten, die sich auf einmal anders anfühlen, die mir zeigen, dass sich etwas in mir verändert hat.


So habe ich zum Beispiel jahrelang sarkastische und ironische Sprüche geliebt, wie sie unter anderem bei Wordporn geteilt werden, z.B. "Hast du jemals deinem Kollegen eine Weile zugehört und nur gedacht: 'Wer bindet dir eigentlich morgens die Schuhe zu?'"


Heute stelle ich fest, dass das eigentlich gar nicht mein Humor ist. Sondern es Ausdruck meines Frustes war, mein Versuch, mich mit Sarkasmus und Ironie irgendwie abzugrenzen und davor zu schützen, das zu fühlen, was darunter lag. Auch wenn ich gehässige Posts darüber lese, wie "Männer so sind" oder "Frauen so sind", geht mein Körper heute komplett zu.


Ebenso kann ich manche Bücher, die ich früher so gern gelesen habe, nicht mehr ertragen. Nein, ich finde es nicht mehr "romantisch", wenn Frauen um Männer kämpfen, die bindungsunfähig sind, sie immer wieder wegstoßen, wenn Frauen sich klein machen, anpassen, ihn analysieren und jede Äußerung interpretieren müssen, um irgendwie seinen vermeintlichen Schrei nach Liebe darin zu finden.

Für mich sind diese Momente immer wieder spannend. Wenn ich Dinge lese, Dinge mache, Dinge sehe und auf einmal merke: Ja, früher wär das voll meins gewesen. Und heute ist es das nicht mehr.


Das sind die Momente, in denen ich spüre, dass etwas in mir an eine andere Stelle gerückt ist. Dass meine Sicht auf mich, das Leben, die Liebe sich verändert hat. Mein Selbstverständnis sich verschoben hat. Ich ein anderes Gefühl bekomme von meinem "ich bin".


Bist du wach für die Veränderungen in dir und in deinem Leben? Erlaubst du dir, jeden Tag neu zu schauen, wer du heute bist und die Dinge abzulegen, die sich nicht mehr nach dir anfühlen?

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