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Die Gnade der Jungfrau.

Mein Blick streift den Rückspiegel und ich sehe mich selbst. Mir treten Tränen in die Augen. Denn: Ich. Sehe. Mich. Selbst. Und in mir flüstert es "jaaaa".


Der Monat der Archetypin Jungfrau, der gerade ausklingt, hat so viel in mir bewegt. Sie hat mir Leichtigkeit geschenkt. Lachen. Zartheit. Weiblichkeit. Und die Erkenntnis, dass mich nichts davon schwach macht. Ganz im Gegenteil.


Sie hat mich erkennen lassen, wie sehr ich mich mein Leben lang mit Schuld beschmissen habe, egal ob es meine war oder nicht und egal, ob es überhaupt welche zu verteilen gab oder nicht. Ich habe mich so klein gemacht. Bis ich nicht einmal mehr überzeugt war davon, dass ich ein Recht habe, hier auf der Welt zu sein. Mich meiner Wut wieder zu nähern, meine Unschuld zu erkennen, mir mein Recht zurückzuholen, hier zu sein - wow, wie anders mich das in die Welt bringt.


Sie hat alles vermeintlich "Hässliche" hochgespült, was ich immer so sehr weggedrückt oder mir ausgeredet habe: Bedürftigkeit. Eifersucht. Missgunst. Konkurrenz- und Vergleichsdenken.


Schwesternwunde. All das hat sich diesen Monat wieder und wieder gezeigt, wieder und wieder war ich eingeladen, all das als meine emotionale Wahrheit anzuerkennen, egal, ob es "berechtigt" war oder nicht. Ich durfte mich zeigen damit, in einem Kreis von Frauen, die wissen, dass es mein Prozess ist und nichts davon mit ihnen zu tun hat. Und die mich deshalb darin halten, mich anerkennen und lieben konnten. Dieser Hunger in mir durfte so sehr heilen, weil er da sein durfte.


Sie hat mein Herz so weit geöffnet für die Frauen um mich herum. Für die besondere Verbindung, die wir miteinander haben. Nach Jahren der Erschöpfung, nach Jahren des daraus resultierenden selbstgewählten Alleinseins, durfte ich diesen Monat erfahren, wie wenig es mich anstrengt, von Menschen umgeben zu sein, wenn ich keine Rollen spielen und keine Masken tragen muss, sondern einfach nur ich selbst sein kann. Weil ich sicher bin - mit den anderen und in mir. Ich kann heute durch die Straßen gehen, Frauen betrachten und mich ihnen verbunden fühlen, obwohl ich sie gar nicht kenne. Einfach, weil wir Schwestern sind.


Sie hat mich gelehrt, mich zu respektieren. In der Form, dass ich nicht mehr mit dem Kopf durch die Wand gehe, weil ich meine, dass es sein müsste, sondern mich von der Frage leiten lasse, was sich gut und sicher für mich anfühlt. Ich lerne, damit aufzuhören, mir zu viel abzuverlangen und meine Grenzen zu ehren.


Ich lerne, mir zu vergeben. Für all die Dinge, die ich mir selbst angetan habe. Für all die Dinge, die ich anderen vielleicht angetan habe. Ich habe es immer so gut gemacht, wie ich konnte.

Die Jungfrau hat mir so viel geschenkt. Sie hat mich so viel mehr zu mir gemacht. Sie treibt mir Tränen der Rührung, Tränen der Demut und Tränen der Dankbarkeit in die Augen. So vieles, was ich mir lange gewünscht habe, ist plötzlich da.


Die Arbeit mit den Archetypinnen schenkt mir unfassbar viel Heilung. Falls du dich dafür ebenso interessierst, kann ich dir das Programm von Svenja Strohmeier "Die 12 Archetypinnen in dir" so so sehr empfehlen! Du findest es unter diesem Link!

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