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Halte inne.

Wie oft erlaubst du dir innezuhalten?


Im Hamsterrad des Lebens mag es sich manchmal anfühlen, als sei keine Sekunde Zeit da, um mal kurz Luft zu schnappen.


Oder wir sind so in unseren Routinen verhaftet, arbeiten eins nach dem anderen ab, wandeln unbewusst durch jeden Tag, wie durch den Tag davor und den davor und den davor.


Ich kenne das. So gut.


Seit ich mich entschieden habe, verkörpert zu leben und meinen Körper über mein Leben, mein Tun mitentscheiden lasse, verändert sich etwas. Da kommen kleine Zwischen-Momente in meinen Alltag, in denen ich in mich hineinlausche und mich frage: Will ich das wirklich? Und auf das Ja oder Nein in mir höre.


So mag es sein, dass ich Bock habe, Netflix anzuwerfen - ich horche aber nach jeder Folge in mich hinein, ob es mir wirklich Freude macht, die nächste auch noch anzugucken und wenn die Antwort Nein lautet, schalte ich aus.


So mag es sein, dass ich schon fast dabei bin, mir den dritten Kaffee des Tages zu kochen, innehalte, mein Nein dazu respektiere und stattdessen kurz an die frische Luft gehe, viel Wasser trinke oder mich auf meine Shakti-Matte lege.


So mag es sein, dass ich irgendeinen Podcast anhöre, mein Körper eng wird und ich ihn bewusst wieder ausschalte. Der Kopf findet den Input geil, aber eigentlich ist mir gerade halt nicht wirklich danach.

Mir dieses Innehalten, diese Zwischen-Momente zu erlauben, verändert viel. Diese kurzen Augenblicke des Lauschens nach innen verbinden mich mit mir. Sie lassen mich bewusster entscheiden, statt wie fremdgesteuert zu tun, was ich immer tue. Sie geben mir das Gefühl, mein Leben mit zu erschaffen. Sie erlauben mir, mich besser kennenzulernen. Das Vertrauen in mich wächst. Es ist wieder wichtig, was ich will.


Dieses Innehalten dauert nicht lange, ein paar Sekunden vielleicht. Und schenkt mir so viel.

Faszinierenderweise habe ich seitdem das Gefühl, dass meine Tage länger werden. Zeit immer relativer wird. Weil ich mehr davon mitbekomme, was passiert - in mir, im Außen - und selbst am Steuer sitze, statt das Leben an mir vorbeirauschen zu lassen und meine übliche Rolle darin zu spielen.


Vielleicht magst du dem Innehalten Platz in deinem Leben schenken. Und vielleicht magst du dich auf eine Art mit deinem Körper verbinden, dass er dir zeigen kann, was dir dient und was nicht. Vielleicht magst du Körperlauschen. Und dein Leben verkörpern, dich wieder ans Steuer setzen.

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